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Tut es dem Markt und dem Medium Videospiel wirklich gut, dass sich zu nahezu jeder Zeit drei konkurrierende Konsolen um die Gunst und das Geld der Spielerschaft reißen? Was würde passieren, wenn einer oder gar zwei der Großen Drei wegfallen würden? Oder brauchen wir überhaupt so etwas wie eine Heimkonsole im klassischen Sinne? Und was hat überhaupt die Wii U damit zu tun? Diesen und weiteren Fragen gehen Sven und Joonas diese Woche auf den Grund.
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Featuring: Takenobu Mitsuyoshi mit Let’s Go Away aus dem Soundtrack zu Daytona USA
Leute, Leute, das war mal echt gar nichts. Sorry, aber ihr schlingert da unentwegt auf einem Glatteis von oberflächlichen Betrachtungen, macht dauernd Nebenkriegsschauplätze auf, und wechselt von einem Thema zum anderen. Dabei relativiert ihr fortlaufend eure Meinungen und schafft es nicht im Ansatz, Struktur in den Podcast zu bringen.
Dabei wäre es doch kein Problem gewesen eine grundsätzliche Struktur auszuarbeiten und zu verfolgen.
Da hätten wir:
Sichtweise:
- Konsument, der möglichst geringe Investitionen erwartet (nur eine Konsole)
- Konsument, der möglichst kreativ unterhalten werden möchte (viele verschiedene Konsolen)
- Business: Wie wirkt eine renditestarke Branche auf Mitbewerber
- Business: Subventionspolitik um den Markt zusammenzuhalten
Hardware:
- Mehrere Hersteller um in Konkurrenz zu bleiben und die Renditen niedrig zu halten
- Eine Vielfalt an Systemen um Hardware-Innovationen zu fördern
- Konkurrenz zum PC
Software:
- First Party Titel und deren Bedeutung
- Publisher vs. Konsolenhersteller
- Online
- Prestige-Titel ohne First-Party Entwickler denkbar?
Geschichtliche Abhandlung:
- Verschiedene Generationen und deren Konkurrenzsituationen
- Problem von Monopol-Systemen
- Verlängerte Konsolenzyklen durch Erfolg?
Zukunft
- Trennung des Gamings von der Plattform
- Berechnung von Software in der Cloud
- Offenes Gaming oder geschlossene Communitys?
Ihr sprecht das meiste an, allerdings sehr wirr und ungeordent.
Das nächste mal bitte etwas Vorbereitung und Struktur
Nun noch meine eigene Meinung zum Thema:
Grundsätzlich werden weder Microsoft noch Sony ihre Konsolenpläne begraben. Nicht weil man damit um allen Preis der Welt monetären Erfolg haben möchte, aber man will unbedingt im Wohnzimmer des Users präsent sein und die Konsole als Medien-Hub etablieren. Insofern ist das Thema ein “Wünsch dir was”
Eine Konsole muss, um meinem Bedürfnis nach immer neuen Spielarten, möglichst modular erweiterbar sein. Was jetzt nicht bedeutet dass man sie andauernd aufrüsten muss (die reine Grafikhardware kann bleiben wie sie ist, da der Entwickler ja in der Programmierung die Ressourcen frei gewichten kann). Viel mehr sollte das Interface für Input-Möglichkeiten möglichst offen sein. Denn es ist ja gerade diese Schnittstelle die uns immer wieder Innovationen beschert und das Verhältnis vom Spieler zum Spiel verändert. Man nehme da nur Beispiele wie Kinect, Plastikgitarren, Mikrofone, Lightguns, Trommeln, Tanzmatten, Angelcontroller etc.
Dahingehend sollte ein System also möglichst offen sein (in Form von lizenzfreier Entwicklung von Controllern, technischer Voraussetzung für deren Betrieb, Rückstellung von Rechenkraft hierfür etc.)
Wenn es solch eine Konsole gäbe, dann bräuchte man auch nur eine davon. Das Problem dabei ist natürlich, dass sich dieser Hersteller auf seiner Marktmacht ausruhen würde, und nicht genötigt wird zu innovieren (Bestes Negativbeispiel: der Gameboy). Folge wären ellenlange Konsolenzyklen und hohe Preise. Es wäre deshalb schön, wenn der Hersteller der Konsole gleichzeitig Vertreter der Software-, sowie Hardwareindustrie wäre (also eine Publisher-Konsole an der Hardware-Hersteller beteiligt sind). Die wären eher interessiert daran kurze Zyklen in Gang zu halten. (Wobei das natürlich auch eine Kostenfrage ist, und die derzeitige Subvention von Hardware nicht mehr aufrecht zu erhalten wäre).
Auf Software-Seite wäre das Wegfallen von mehreren Konsolenherstellern gleichbedeutend mit einem Wegfall von First-Party Titeln. Was, wie ich finde, überhaupt kein Problem wäre. Hatten solche Titel damals immer wieder Benchmark-Charakter (sie galten als Speerspitze der Unterhaltung und brachten die ganze Branche voran), sind sie heute “nur noch” mehr oder weniger bekannte Marken. Das liegt vor allem daran, dass man die Entwicklungskosten kaum mehr reinholen kann, wenn man exklusiv für einen Teilbereich des Marktes anbietet, vor allem aber auch daran, dass sich die Branche professionalisiert hat und in Folge dessen Teilbereiche von Spielen als Engines und Middleware (KI, Physik, Naturdarstellung, Interface, Netcode), von Spezialisten entwickelt wird. Und diese haben ein ureigenes Interesse in ihrem Bereich die beste, schönste, perfomanteste Lösung anzubieten.
Da sich die klassischen Konzepte des Spielens aber eh langsam auflösen, wird es in Zukunft eine Transformation von getrennten Märkten auf Hardwareebene (Konsolen, PC) hin zu Überallgaming (Cloud, Pc, Terminal, Mobile) mit getrennten Communitys (Xbox Live, Steam, Playstation Network, Origin, Zynga, Gamechannel etc.) geben. In dieser Form werden Exklusivtitel dann wirklich lächerlich (weil sie dann zum reinen Marketinginstrument verkommen).
Tl;dr : wenige Konsolen ja, wenn kurze Konsolenzyklen mit potenter Technik gewährleistet bleibt; Exklusivtitel sind ein Relikt des letzten Jahrzehnts (so wie Maskottchen in den 90ern) und verlieren zunehmend an Bedeutung, Zukünftiges Gaming wird die Trennung von Konsole zu PC aufheben und Unterhaltungsfunktionen in alle möglichen Geräte integrieren, die verschiedenen Hersteller bilden verschiedene Communitys die man gegen Gebühr abonnieren kann wie etwa Netflix, OnLive etc.
Ihr habt um Kommentare gebettelt, also beschwert euch hinterher nicht. ^^
Meiner Meinung nach war die Wii kein Flop. Die First-Party Spiele hatten eine höhere Qualität als auf dem Gamecube und es gab einige interessante Konzepte. Die Bewegungssteuerung war eher schwach (außer bei WiiMotion+), aber die Pointersteuerung war eine gute Bereicherung. Leider gab es nur wenige Shooter auf der Wii. Mir hat auch die Abwärtskompatiblität zum Gamecube gut gefallen, da ich diese Konsole leider nie besessen habe und so einige Spiele nachholen konnte. In der Virtual Console und im WiiWare Shop gab es auch einige interessante Spiele.
Die PS3 benutz ich hauptsächlich als Blu-Ray Player und für Exklusivspiele, theoretisch würde mir die Xbox 360 also reichen. Trotzdem schätze ich die Vielfalt und die Möglichkeit mich bei Multiplattformspielen für die technisch sauberere Version zu entscheiden.
Android Tablets und Smartphones haben zwar die selbe Basis, aber oft unterschiedliche Leistungsstärken und Betriebssysteme. Das ist für den Kunden eigentlich noch verwirrender als drei Heimkonsolen in sieben Jahren.
Sega war nach dem Ende der Dreamcast und den Aufkauf durch Sammy nur noch ein Schatten seiner selbst, von denen erwarte ich mir nix mehr.
So ganz überzeugt bin ich auch noch nicht von der WiiU, wobei ich mir mit dem Tablet schon einige nette Sachen vorstellen könnte. Bei Watch Dogs könnte einer mit dem Auto fahren und der andere mit dem Tablet die Ampeln hacken.
Hallo ihr beiden!
Ich muss epospecht leider weitestgehend zustimmen, der Podcast wirkte teilweise realtiv untstrukturiert und schwammig.
Natürlich sollt ihr vorher nicht den ganzen Podcast quasi schon mal Probe sprechen, aber gerade bei einem solchen weit gefassten, komplexen Thema ist es für den Zuhörer und euch selbst wichtig, dass es eine klare Struktur gibt, die für Orientierung sorgt. Wenn etwa ein einzelner Titel besprochen wird (solange es kein überaus komplexes Spiel ist), ist das Fehlen einer festen Struktur und spontanes Abschweifen oder plötzliche neue Gedanken weit weniger verwirrend, weil man das Gesamtthema in wenigen Sätzen, z.B. schon in der Einleitung, recht gut umreißen kann. Überlegt euch für die Zukunft bei vielschichtigeren Themen einfach vorher relativ genau, worüber ihr in welcher Reihenfolge und mit welchen Verknüpfungspunkten sprechen wollt und haltet euch fest daran.
Grundsätzlich bringt ihr aber alles mit, um interessant zu podcasten! Lasst euch deshalb nicht entmutigen, das kriegt ihr in den nächsten Folgen schon in den Griff.